Jugendliche gestalten Erinnerungskultur in Ravensbrück

Geschichte hinterlässt Spuren – manche sind auf den ersten Blick sichtbar, andere liegen im Boden verborgen. Im ehemaligen Konzentrationslager Ravensbrück haben Schüler:innen eines Leipziger Gymnasiums gemeinsam mit Wissenschaftler:innen genau nach diesen Spuren gesucht. Dabei ging es nicht nur um archäologische Funde, sondern auch um die Frage, wie Erinnerungskultur heute gestaltet werden kann.

Im Rahmen der „Aktion Schöpfung bewahren“ verbrachten Jugendliche aus Leipzig zwei Wochen in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, um den historischen Ort kennenzulernen und aktiv mitzugestalten. Dabei ging es nicht nur ums Zuhören und Lernen, sondern vor allem ums Mitmachen.

In der ersten Woche entwickelten die Jugendlichen eine neue Informationsstele für die ehemalige Baracke 32. Sie macht die Ergebnisse archäologischer Untersuchungen sichtbar und hilft Besucherinnen und Besuchern, die Geschichte dieses Ortes besser zu verstehen.

Anschließend wurde es praktisch: Gemeinsam mit Archäolog:innen und Grabungstechnikern des BLDAM beteiligten sich die Jugendlichen an Ausgrabungen im Bereich der sogenannten „Nacht-und-Nebel-Baracke“ 32. Dabei wurde schnell deutlich, dass Archäologie weit mehr ist als das Freilegen von Funden – sie macht Geschichte greifbar und eröffnet neue Perspektiven auf einen Ort, dessen Vergangenheit bis heute bewegt.
Interviews und Gespräche mit:
Schülern eines Leipziger Gymnasiums, Dr. Andrea Genest (Leiterin Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück), Prof. Dr. Franz Schopper (Direktor des BLDAM und Landesarchäologe) sowie Katharina Malek-Custodis (Dezernatsleiterin Bodendenkmalpflege und stellvertretende Landesarchäologin).
Links:
Short auf YouTube
Podcastfolge aus dem Jahr 2025: Archäologisches Workcamp in der Gedenkstätte Ravensbrück
Mahn‑ und Gedenkstätte Ravensbrück