082 Filmreif ausgegraben: Zwischen Grabung und Leinwand – 20 Jahre „Momentaufnahmen“

Thumbnail des neuesten, des 20. Jahresfilms. Grafik: Oliver Thomas

20 Jahre Archäologie im Film, unzählige Geschichten aus dem Boden Brandenburgs: In der neuen Folge der DENKMALZEIT feiern wir das Jubiläum der Archäologie-Filmreihe „Momentaufnahmen“. Dafür haben wir mit dem Regisseur Thomas Claus und dem Sprecher und Hörspielautor Harry Kühn gesprochen. Getroffen haben wir die beiden Ende Februar bei der Premiere des aktuellen Jahresfilms im Rahmen der Jahrestagung der Brandenburgischen Landesarchäologie im Archäologischen Landesmuseum in Brandenburg an der Havel.

Der Filmemacher Thomas Claus. Foto: S. Vandenrath

Im Gespräch blicken beide auf die Entstehung und Entwicklung der Filmreihe zurück. Thomas Claus, der seit über zwei Jahrzehnten archäologische Themen filmisch begleitet, berichtet, wie aus einzelnen Grabungen dokumentarische Geschichten werden. Die Filme folgen dabei einem festen Konzept: Jedes Jahr werden archäologische Projekte aus ganz Brandenburg vorgestellt und in eine spannende Erzählung eingebettet. Ziel ist es, die oftmals verborgene Arbeit der Archäologinnen und Archäologen zu zeigen und Forschungsergebnisse einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Thomas Claus und das Filmteam in Ravensbrück, 2026. Foto: A.-M. Graatz, BLDAM

Besonders wichtig ist dabei die enge Zusammenarbeit mit den Grabungsteams. Bereits während der Ausgrabungen wird überlegt, welche Funde, Fragestellungen oder besonderen Situationen filmisch erzählt werden können. Oft entstehen die spannendsten Momente direkt vor Ort – etwa bei überraschenden Entdeckungen oder wenn historische Schicksale durch archäologische Befunde greifbar werden. Die Dreharbeiten verlangen dabei nicht nur technisches Know-how, sondern auch ein Verständnis für archäologische Methoden und Arbeitsabläufe.

Sprecher und Autor Harry Kühn. Foto: H. Kühn

Auch Sprecher Harry Kühn gibt Einblicke in seine Arbeit. Er beschreibt, wie aus den Bildern und Interviews die fertige Erzählung entsteht und wie wichtig die richtige Tonalität ist, insbesondere bei sensiblen Themen. Rückblickend sehen beide Gesprächspartner die Filmreihe als wichtigen Beitrag zur Vermittlung von Geschichte und Archäologie. Die Filme dokumentieren nicht nur Ausgrabungen, die später oft wieder verfüllt werden, sondern schaffen auch ein Bewusstsein für die kulturellen Schätze Brandenburgs. Zugleich zeigen sie, wie sehr sich die mediale Vermittlung in den vergangenen 20 Jahren verändert hat – von den ersten Produktionen bis hin zu heutigen Filmen mit Drohnenaufnahmen, modernen Erzählformen und einer großen Reichweite im Internet.

Die Jubiläumsfolge macht deutlich: Die „Momentaufnahmen“ sind weit mehr als reine Grabungsberichte. Sie bewahren Wissen, erzählen Geschichten aus der Vergangenheit und ermöglichen faszinierende Einblicke in die Arbeit der Archäologie.

Thumbnail des ersten Jahresfilms aus dem Jahr 2006. Grafik: Oliver Thomas

Links

Zu Thomas Claus

Filme von Thomas Claus

YouTube-Kanal des BLDAM mit den Jahresfilmen „Momentaufnahmen“

Zu Harry Kühn

Lordspiel“ von Harry Kühn

Übersicht aller Jahresfilme „Momentaufnahmen

Der erste Jahresfilm

Der aktuelle (20.) Jahresfilm

Podcastfolge mit Harm Paulsen

Podcastfolge zur Ausstellung “Ausgeschlossen

081 Romantische Ackergrabungen und Römerliebe

Studierende der Grabungstechnik im Gespräch

Studierende der HTW Berlin legen in Groß Fredenwalde (Uckermark) Bodenverfärbungen frei. Foto: T. Schenk, HTW

In der aktuellen Folge der DENKMALZEIT dreht sich alles um den deutschlandweit einzigartigen Bachelorstudiengang „Konservierung, Restaurierung, Grabungstechnik“ an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW). Nach einer Zeit der Unsicherheit konnte der Studiengang erfolgreich gerettet werden und nimmt nun wieder Bewerber*innen auf. Im Mittelpunkt stehen zwei Studierende, Miriam und Benjamin. Sie berichten von ihrem Studienalltag, ihrer Begeisterung für archäologische Arbeiten und den Erfahrungen, die sie besonders geprägt haben. Die positive Stimmung nach der Rettung des Studiengangs ist deutlich spürbar. Mit viel Engagement machen die Studierenden auf den Studiengang aufmerksam und unterstützen Interessierte beim Einstieg.

Die beiden geben Einblicke in die vielfältigen Inhalte des Studiums: Naturwissenschaftliche Grundlagen, kulturhistorisches Wissen und ethische Fragen ergänzen sich gegenseitig. Von Anfang an spielt die praktische Ausbildung eine wichtige Rolle: Bei Lehrgrabungen und Projekten lernen die Studierenden, Verantwortung für archäologisches Kulturerbe zu übernehmen und wissenschaftliche Methoden direkt anzuwenden. Besonders eindrucksvoll sind die Schilderungen jener Momente, in denen erstmals echte archäologische Funde in den Händen gehalten werden. Solche Erfahrungen schaffen eine unmittelbare Verbindung zur Vergangenheit und machen den besonderen Reiz des Studiums aus.

Darüber hinaus wird deutlich, wie interdisziplinär der Studiengang angelegt ist. Archäologie, Anthropologie, Naturwissenschaften und Vermessung eröffnen vielfältige berufliche Perspektiven – von Denkmalämtern und Grabungsfirmen bis hin zu Forschungseinrichtungen. Abschließend informiert die Folge über Bewerbungsvoraussetzungen, Eignungsgespräch und Studienstart und zeigt, warum dieser besondere Studiengang für alle interessant sein kann, die Geschichte nicht nur erforschen, sondern aktiv bewahren möchten.

Transskript der Folge

Links

Bachelorstudiengang Konservierung/Restaurierung/Grabungstechnik

Masterstudiengänge:

Angewandte Landschafts- und Feldarchäologie

Konservierung und Restaurierung

Bewerbung Bachelorstudium

Der letzte Tag für die Bewerbung zum Wintersemester ist der 15. September!

Eignungsgespräche für das WiSe 2026/7

Das Eignungs- und Beratungsgespräch für das Bachelorstudium KRG findet am 15. Juni 2026 von 12-15 Uhr statt.

Ort: Campus Wilhelminenhof, Gebäude A, Raum 003 und 034.
Mitzubringen: Bewerbungsmappe und Unterlagen/ Zeugnisse

Weitere Infos hier!

Rundgang durch die Studiengangslabore

„Kommt vorbei! Jeden ersten Mittwoch im Monat bieten wir einen Rundgang durch die Studiengangslabore an, um Fragen zur Bewerbung und zum Studium direkt mit Studis und dem Lehrpersonal zu erläutern. Auch zu sehen: aktuelle Projekte und beispielhafte Bewerbungsmappen.“

Die nächsten Rundgangtermine finden statt am: 03. Juni und 01. Juli (von 15-17 Uhr) Um Anmeldung wird gebeten: Ayleen.Oezcelik@student.htw-berlin.de Treffpunkt am Aufgang I / Gebäude A.

Über den Studiengang:

Inforadio rbb24

Tagesspiegel

Deutschlandfunk

FAZ

BZ

Geo

Landesdenkmalamt Berlin

080 Zwischen Sturm, Hitze und Starkregen

Brandenburgs Gartendenkmale im Klimawandel

Bei der Erfassung im Landschaftspark in Baruth. Foto: Christin Herrmann, BLDAM

Ein einzigartiges Projekt der Gartendenkmalpflege setzt sich für den Erhalt des gartenkulturellen Erbes Brandenburgs ein. Über 400 historische Gärten und Parks prägen die Kulturlandschaft des Landes und sind zugleich wertvolle Zeugnisse seiner Geschichte. Doch orkanartige Stürme, Starkregen und zunehmende Trockenperioden infolge des Klimawandels gefährden ihren Bestand zunehmend. Um dieses kulturelle Erbe auch für kommende Generationen zu bewahren, sind gezielte Maßnahmen zur Klimaanpassung dringend erforderlich.

Das Projektteam. Foto: A.-M. Graatz, BLDAM

Seit einem Jahr arbeitet beim BLDAM ein eigens dafür zuständiges Projektteam an einer landesweiten Bestandsaufnahme. Ziel ist es, die bereits entstandenen sowie künftig zu erwartenden Klimaschäden in denkmalgeschützten Gärten und Parks systematisch zu erfassen, zu analysieren und zu bewerten. Darüber hinaus unterstützen sie und beraten bei der Erstellung von Förderanträgen und dienen als Multiplikator:innen ins Land hinein. Im Rahmen einer Veranstaltung des GartenForums Glienicke stellte kürzlich das Projektteam seine Arbeit im Schloss Babelsberg in Potsdam einem großen Publikum vor.

Finanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Brandenburg unterstützt das Förderprogramm „Klimaanpassung 2023“ seit Dezember 2023 Vorhaben, die ebenjener Anpassung von denkmalgeschützten Garten- und Parkanlagen im Land Brandenburg an den Klimawandel dienen. Gefördert werden können die Erarbeitung von Strategien und Handlungskonzepten für Präventions- und Risikomanagement und zur Klimaanpassung sowie deren Umsetzung. Weitere Informationen zum Förderprogramm „Klimaanpassung 2023“ erhalten Sie bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB).

In der Podcastfolge spricht Anne-Marie Graatz mit dem Projektteam. Im Anschluss sind die Vorträge des Projektteams dokumentiert.

Links

Projekt des BLDAM “Anpassung von Gartendenkmalen an den Klimawandel

Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB)

Schlosspark Wiesenburg, Landkreis Potsdam-Mittelmark

Klostergarten Neuzelle, Landkreis Oder-Spree

Das GartenForum Glienicke

Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

079 Ein starkes Signal für Grabungstechnik und Feldarchäologie

Bei der Tagung des Verbands für Grabungstechnik und Feldarchäologie präsentierten die Redner:innen neu Entwicklungen in der Dokumantationstechnik und aktuelle Ausgrabungen. Foto: A.-M. Graatz, BLDAM

Im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg an der Havel fand die vierte bundesweite Fachtagung des Verbandes für Grabungstechnik und Feldarchäologie statt. Neben fachlichem Austausch, neuen Methoden und digitalen Dokumentationsverfahren stand vor allem eine Nachricht im Mittelpunkt: Der bedrohte Studiengang Konservierung, Restaurierung, Grabungstechnik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) soll erhalten bleiben.

In der Podcastfolge sprechen wir mit verschiedenen Teilnehmer:innen der Tagung, mit einer der Tagungsorganisatorinnen, mit Dr. Thomas Schenk, dem Vorsitzenden des Verbands und Professor für Grabungstechnik und Feldarchäologie an der HTW sowie einem ganz besonderen Studierenden.

Professor Schenk berichtete von den schwierigen Monaten vor der Tagung. Wegen massiver Einsparungen im Berliner Hochschulbereich stand der Studiengang akut vor dem Aus. Die Nachricht hatte bundesweit Protest ausgelöst – von Studierenden, Fachverbänden, Landesarchäologien und zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern. Im Akademischen Senat der Hochschule für Technik und Wirtschaft wurde schließlich gegen die Abschaffung gestimmt. Besonders das Engagement der Studierenden spielte dabei eine entscheidende Rolle.

Blick in die ehemalige Dominikaner-Klosterkirche in Brandenburg an der Havel während der Tagung. Foto: A.-M. Graatz, BLDAM

Die Erleichterung war auf der Tagung spürbar. Denn der Studiengang ist bundesweit einzigartig: Er bietet die einzige grundständige akademische Ausbildung im Bereich Grabungstechnik und Feldarchäologie in Deutschland. Alternativ gibt es nur berufliche Fortbildungswege, etwa an Landesdenkmalämtern. Gleichzeitig ist der Bedarf an qualifizierten Fachkräften enorm. Große Bauprojekte, Energiewende, Stromtrassen und Infrastrukturmaßnahmen müssen archäologisch begleitet werden. Dafür braucht es Menschen, die Funde und Befunde professionell dokumentieren, vermessen, bergen und auswerten können.

Moderne Technik im Einsatz: Live-Scan der Apsis der Dominikaner-Klosterkirche. Foto: A.-M. Graatz, BLDAM

Die Tagung machte deutlich, wie vielfältig das Fach ist. Teilnehmende aus verschiedenen Bundesländern, aus Österreich und der Schweiz kamen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen. Für viele ist gerade dieser Blick über den eigenen Arbeitsbereich hinaus besonders wertvoll.

Professor Schenk beschrieb Grabungstechnik als Verbindung von Praxis, Forschung und Landschaftsverständnis. Es gehe nicht nur darum, einzelne Befunde freizulegen, sondern archäologische Spuren im größeren Zusammenhang zu erkennen und zu verstehen. Auch Studierende sehen genau darin die Stärke des Studiengangs: Er verbindet Geisteswissenschaft, Naturwissenschaft und Technik – und macht kulturelles Erbe sichtbar und begreifbar.

Die Rettung des Studiengangs ist deshalb mehr als eine hochschulpolitische Entscheidung. Sie ist ein wichtiges Signal für die Zukunft der Archäologie, der Denkmalpflege und des kulturellen Erbes in Deutschland. Gleichzeitig bleibt die Aufgabe, das Fach bekannter zu machen und junge Menschen dafür zu gewinnen. Denn klar wurde auch: Engagement lohnt sich – und es darf nicht enden, auch wenn diese eine Krise vorerst abgewendet ist.

Links

Tagungsbericht auf der Website des VGFA

YouTube-Short zur Tagung

Bachelorstudiengang Konservierung/Restaurierung/Grabungstechnik

Masterstudiengang Angewandte Landschafts- und Feldarchäologie

Masterstudiengang Konservierung und Restaurierung

Bewerbung

Rundgang durch die Studiengangslabore

„Kommt vorbei! Jeden ersten Mittwoch im Monat bieten wir einen Rundgang durch die Studiengangslabore an, um Fragen zur Bewerbung und zum Studium direkt mit Studis und dem Lehrpersonal zu erläutern. Auch zu sehen: aktuelle Projekte und beispielhafte Bewerbungsmappen.“

Die nächsten Rundgangtermine finden am 03. Juni und 01. Juli (jeweils von 15-17 Uhr) statt Um Anmeldung wird gebeten: Ayleen.Oezcelik@student.htw-berlin.de Treffpunkt am Aufgang I / Gebäude A

Über den Studiengang

Deutschlandfunk

FAZ (nur mit Werbe-Tracking oder hinter der Bezahlschranke lesbar)

Berliner Zeitung (nur mit Werbe-Tracking oder hinter der Bezahlschranke lesbar)

Geo (nur mit Werbe-Tracking oder hinter der Bezahlschranke lesbar)

Landesdenkmalamt Berlin

078 Aus Wünsdorf in die Welt: Das Messbild- und Bildarchiv des BLDAM

Historische Kamera-Requisiten im Messbildarchiv in Wünsdorf. Foto: A.-M. Graatz, BLDAM

Video zur Folge

In dieser Folge der DENKMALZEIT nehmen wir Sie mit nach Wünsdorf – in die amtseigene Messbild- und Bildarchiv der Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege. Die analoge Bildsammlung besteht aus mehr als 260.000 Aufnahmen, ein Teil der Aufnahmen ist erschlossen und nun seit kurzem auf einer Fotodatenbank online zugänglich. Darüber spricht die Pressesprecherin am BLDAM, Anne-Marie Graatz, mit Astrid Mikoleietz, der Referatsleiterin für Dokumentation, Messbild- und Bildarchiv der Bau- und Kunstdenkmalpflege am BLDAM.

Historische Aufnahmen aus der Preussischen Messbildanstalt. Unten Mitte: Albrecht Meydenbauer. Foto: A.-M. Graatz, BLDAM

Die Geschichte des Messbildsammlung reicht bis 1885 zurück, als Albrecht Meydenbauer die Königlich Preußische Meßbildanstalt gründete. Meydenbauer entwickelte spezielle Messkameras mit Winkelmaß-Funktion, um mittels photogrammetrischer Berechnungen präzise architektonische Zeichnungen zu erstellen. Die Anstalt existierte bis 1921, wurde dann in die Staatliche Bildstelle Berlin umgewandelt und produzierte bis 1945 überwiegend normale Fotografien auf Glasnegativen.

Blick in die Messbildsammlung. Foto: A.-M. Graatz, BLDAM

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Negative nach Moskau verbracht und 1958 größtenteils nach Ost-Berlin zurückgegeben. Im Jahr 1968 gelangten die Bestände an das Institut für Denkmalpflege der DDR und schließlich 1998 mit dem Umzug des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege nach Wünsdorf.

Die Glasnegative werden in Spezialschränken aufbewahrt. Foto: A.-M. Graatz, BLDAM

Die Bildsammlung dient Wissenschaftler*innen, Kunsthistoriker*innen, Architekt*innen, Restaurator*innen und Studierenden aus ganz Europa und weltweit (u.a. USA, Indien, Singapur). Die Aufnahmen wurden für Rekonstruktionen bedeutender Bauwerke verwendet, darunter das Berliner Schloss, das Potsdamer Stadtschloss und das Knochenhaueramtshaus in Hildesheim. Zudem sind die Bilder wichtige Quellen für die Provenienzforschung. Die vollständige Erschließung der Sammlung ist noch nicht abgeschlossen. Die Bildsammlung stellt eine einzigartige Sammlung mit deutschlandweiter und teils auch weltweiter Bedeutung dar. Es dokumentiert Gebäude und Zustände, die teilweise nicht mehr existieren, und bleibt eine unverzichtbare Quelle für Denkmalpflege, Kunstgeschichte und archäologische Forschung.

Links

Messbild- und Bildsammlung

Die Fotodatenbank

Podcastfolge Der “Auftrag Speer”

Albrecht Meydenbauer

Königlich Preußische Messbild-Anstalt

Staatliche Bildstelle Berlin

Bundesstiftung Bauakademie

077 „It’s a match“ – Radkreuz und Gussform wiedervereint

Spektakulärer Fund in Berlin und Brandenburg

Was Dating-Apps versprechen, hat die Archäologie hier wirklich geliefert: „It’s a match“ – „Es passt zusammen“. Berlin und Brandenburg erleben eine archäologische Liebesgeschichte mit Happy End. Ein Radkreuz aus dem 10. oder 11. Jahrhundert und seine Gussform haben sich wiedergefunden.

Bronzenes Radkreuz in der Gussform vom Spandauer Burgwall. © Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, Foto: Lukas Goldmann

Die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Dr. Manja Schüle, präsentierte bei einer Pressekonferenz in der Staatskanzlei des Landes Brandenburg gemeinsam mit Prof. Dr. Franz Schopper, Landesarchäologe und Direktor des Brandenburgischen Landesamts für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums (BLDAM), Prof. Dr. Matthias Wemhoff, Berliner Landesarchäologe und Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Berlin, Lukas Goldmann, wissenschaftlicher Referent für das slawische Mittelalter und Ehrenamt beim BLDAM, sowie der Finderin und ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegerin Juliane Rangnow einen außergewöhnlichen Bronzefund aus dem Havelland.

Bronzenes Radkreuz aus dem westlichen Havelland. © Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, Foto: Gabriel Graf.

Das Radkreuz aus dem 10. oder 11. Jahrhundert wurde von der ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegerin Juliane Rangnow im Rahmen genehmigter Detektorbegehungen auf einem Fundplatz im westlichen Havelland entdeckt. Das Besondere an dem Fund: Das Bronze-Kreuz war in einer Form gegossen worden, die bereits vor mehr als 40 Jahren in Spandau zutage gekommen und die als „Spandauer Kreuz“ bekannt ist. Die 1983 bei Ausgrabungen auf dem slawischen Burgwall in Berlin-Spandau gefundene Gussform eines kleinen Radkreuzes gilt als einer der ältesten Nachweise der frühen Christianisierung zwischen Elbe und Oder. Sie wurde neben den Überresten eines Gebäudes gefunden, das der Ausgräber, Adrian von Müller, als frühe Kirche gedeutet hatte. Nach der Restaurierung und genauen Vermessung des im Havelland entdeckten Kreuzes am BLDAM sowie nach dem Abgleich mit der im Museum für Vor- und Frühgeschichte in Berlin ausgestellten Gussform konnte nachgewiesen werden, dass Kreuz und Gussform zusammengehören. Ein Gus aus der Form wurde bislang weder in Spandau noch anderswo gefunden – der jetzige Fund eines dazu passenden Gussstücks ist somit einzigartig.

Gussform und Kreuz sind Zeugen der frühen Christianisierung. Im frühen 10. Jahrhundert geriet die in dieser Zeit von nichtchristlichen slawischen Stämmen bewohnte Region des heutigen Berlins und Brandenburgs durch Eroberungsfeldzüge in den Einflussbereich des ostfränkischen Reiches, des Vorläufers des späteren Römisch-Deutschen Reiches. Die neuen Eliten brachten neben einer politischen Neuorganisation auch einen neuen Glauben mit.

Das Podium während der Pressekonferenz in der brandenburgischen Staatskanzlei. Von links nach rechts: Lukas Goldmann (BLDAM), Juliane Rangnow (ehrenamtliche Bodendenkmalpflegerin und Finderin), Prof. Dr. Franz Schopper (Landesarchäologe von Brandenburg), Dr. Manja Schüle (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur), Prof. Dr. Matthias Wemhoff (Landesarchäologe von Berlin) und Stfean Breiding (Pressepsrecher des MWFK). Foto: A.-M. Graatz, BLDAM

Zeugnisse dieser ersten Christianisierung sind jedoch vorwiegend in historischen Schriftquellen überliefert, da die slawischen Stämme die neue Religion mehrheitlich ablehnten. Im Jahre 983 erhoben sie sich im sogenannten Lutizenaufstand gegen die ostfränkische Oberhoheit und erkämpften sich für etwa 150 Jahre ihre politische und religiöse Unabhängigkeit. Eine nachhaltige Christianisierung erfolgte erst im 12. und im 13. Jahrhundert, nachdem die Region endgültig als Mark Brandenburg Teil des Römisch-Deutschen Reiches geworden war.

Die Finderin mit den Landesarchäologen von Berlin und Brandenburg – und dem Kreuz. Foto: A.-M. Graatz, BLDAM

Die Finderin des Bronze-Kreuzes gehört zu den rund 350 ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegerinnen und -pflegern des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums (BLDAM). Sie leisten einen wichtigen Beitrag für die Erfassung, Erhaltung und Vermittlung des archäologischen Erbes. Alle offiziell benannten ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegerinnen und -pfleger sind Absolvent*innenen eines Lehrgangs, den das BLDAM in enger Zusammenarbeit mit der Archäologischen Gesellschaft Berlin und Brandenburg e.V. organisiert. Seit 2022 gibt es einen Mitarbeiter beim BLDAM, der sie unterstützt und berät.

Interviews und Gespräche mit: Kulturministerin Dr. Manja Schüle, Prof. Dr. Franz Schopper, Landesarchäologe und Direktor des Brandenburgischen Landesamts für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums (BLDAM), Prof. Dr. Matthias Wemhoff, Berliner Landesarchäologe und Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Berlin, Lukas Goldmann, wissenschaftlicher Referent für das slawische Mittelalter und Ehrenamt beim BLDAM, sowie der Finderin und ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegerin Juliane Rangnow.

Tipp

Die Gussform und das Kreuz sind vom 24. Januar bis zum 11. März 2026 im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg in Brandenburg an der Havel zu sehen.

Darüber hinaus wird eine Sonderführung angeboten:

Ein passgenauer Neufund – Gussform und Abguss eines bronzenen Radkreuzes aus dem Slawischen Mittelalter mit Lukas Goldmann M.A., BLDAM

So. 22. Februar 2026, 14.00 Uhr (Dauer ca. 1 Stunde)

Kosten: Eintritt 5 € | erm. 3,50 € | Familien 10 € | Kinder unter 10 Jahren frei | Keine Führungsgebühr. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Eine verbindliche Anmeldung ist von Di bis So jeweils 10 bis 17 Uhr unter 03381 / 4104112 möglich.

Weiterführende Links

Berichterstattung im rbb

Short zur Pressekonferenz auf YouTube

Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin

Slawen in Brandenburg

Burg Spandau

076 Auf zwei Rädern durch die Ostmoderne

Junge Denkmale in Frankfurt (Oder)

Die ehemalige Polytechnische Oberschule 10 in der Bischofstraße ind Frankfurt (Oder). Foto: C. Krauskopf, BLDAM

Denkmale vom Fahrradsattel aus erkunden? Frankfurt (Oder) bietet dafür beste Voraussetzungen: Kaum eine andere Stadt verfügt über so viele junge Denkmale – Bauten aus DDR-Zeiten, die das Stadtbild bis heute prägen. Dazu zählen kleine Verkehrsgebäude ebenso wie Kirchen, Kultur- und Bildungsbauten, ganze Straßenzüge wie die Magistrale oder der Komplex der ehemaligen Stasi-Bezirksverwaltung.

Im September des vergangenen Jahres lud die Frankfurter Stadtverordnete Sahra Damus in Kooperation mit dem BLDAM sowie der Ortsgruppe Frankfurt (Oder) des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) zu einer geführten Radtour zu ausgewählten Beispielen dieser jungen Denkmale ein.

Baubezogene Kunst in der Großen Scharrnstraße. Foto: C. Krauskopf, BLDAM

Die Route führte unter anderem zum Gemeindehaus der katholischen Kirche, zum ehemaligen Lichtspieltheater, entlang von Magistrale und Scharrnstraße, zur ehemaligen Polytechnischen Oberschule 10 in der Bischofstraße sowie zur heutigen Fanfarengarde im Komplex der früheren Stasi-Bezirksverwaltung in der Havemannstraße. Oft von hoher architektonischer Qualität und mit spannenden Details – zugleich aber auch teils historisch belastet – erzählen diese Gebäude anschaulich von der DDR-Vergangenheit der Stadt.

Große Scharrnstraße, Platzgestaltung I, Gerhard Bondzin, 1988. Foto: C. Krauskopf, BLDAM

An jeder Station erläuterte Dr. Christine Onnen, damalige Dezernatsleiterin für Inventarisation und Dokumentation am BLDAM, Hintergründe und Besonderheiten der Bauwerke. Die Tour war zugleich eine Abschiedstour: Frau Dr. Onnen wechselte inzwischen als Landeskonservatorin und Leiterin des Landesamtes für Denkmalpflege nach Bremen. Im Gespräch berichtet sie, was sie aus ihrer Zeit in Brandenburg mitnimmt, auf welche Projekte sie besonders stolz ist und was sie in Bremen erwartet.

Interviews und Gespräche mit den Teilnehmer*innen der Radtour, Susanne Wojahn, stellvertretende Vorsitzende der Fanfarengarde Frankfurt (Oder), der Frankfurter Stadtverordneten Sahra Damus, Dr. Christine Onnen, Dezernatsleiterin für Inventarisation und Dokumentation am BLDAM (nun Landeskonservatorin und Leiterin des Landesamtes für Denkmalpflege Bremen).

Links

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC), Ortsgruppe Frankfurt (Oder)

Kulturbüro Frankfurt (Oder)

Kulturbüro FFO – Datenbank Kunstwerke

Kulturbüro FFO – Standorte Kunstwerke

Erfassungsprojekte des BLDAM zur baubezogenen Kunst

Erfassungsprojekt des BLDAM zur Braunkohle-Kulturlandschaft

Theater „Das letzte Kleinod

Fanfarengarde Frankfurt (Oder)

Zur Magistrale

Zur Großen Scharrnstraße

Zur Großen Scharrnstraße 2

16 Grundsätze des Städtebaus der DDR

Zu Dr. Christine Onnen

075 Preisgekröntes Archäologiecamp für Jugendliche

Die „Jungen Archäologen Prignitz“ vor dem Putlitzer Burgturm. Foto: A.-M. Graatz, BLDAM

Mit Spaten, Kratze und viel Neugier arbeiten junge Archäolog*innen auf der Burgruine Putlitz in der Prignitz. Was nach klassischer Ferienfreizeit klingt, ist ein außergewöhnliches Bildungsprojekt: Das Archäologiecamp „Junge Archäologen Prignitz“ verbindet echte Forschungsarbeit mit Jugendbeteiligung – und wurde dafür 2025 auf Bundesebene mit dem Vermittlungspreis des Deutschen Preises für Denkmalschutz vom Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz ausgezeichnet.

Das Grabungscamp. Foto: A.-M. Graatz, BLDAM

Seit 2022 treffen sich jedes Jahr Jugendliche im Alter von etwa zwölf bis 18 Jahren für eine Woche, um gemeinsam mit Archäolog*innen, Studierenden und Denkmalpfleger*innen zu graben. Dabei geht es um das systematische Ausgraben, Dokumentieren und Verstehen historischer Spuren. Auf der Burg Putlitz untersuchen die Teilnehmenden unter anderem Mauern, Schichtenfolgen und Alltagsfunde wie Keramik, Metallobjekte oder Musketenkugeln. Diese erzählen von mittelalterlichem Leben, späteren Umbauten und dem Niedergang der Burg im Dreißigjährigen Krieg.

Junge Archäolog*innen bei der Arbeit. Foto: A.-M. Graatz, BLDAM

Die Jugendlichen lernen nicht nur archäologische Methoden kennen, sondern auch den respektvollen Umgang mit Kulturerbe. Sie waschen Funde, sortieren Material, legen Mauern frei und diskutieren gemeinsam mit den Fachleuten über offene Fragen – etwa zur Entstehungszeit der Burg oder zur Legende einer slawischen Vorgängeranlage.

Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative des Förderkreises Prignitzer Museen e.V., des Stadt- und Regionalmuseums der Stadt Perleberg und des Sachbereichs Denkmalschutz der Unteren Denkmalschutzbehörde im Landkreis Prignitz. Auch die Kommune vor Ort unterstützt das Camp, etwa durch Infrastruktur und Gelände.

Was das Camp besonders macht, ist die nachhaltige Wirkung: Viele Jugendliche nehmen mehrfach teil, wachsen mit dem Projekt und entwickeln ein dauerhaftes Interesse an Geschichte und Denkmalpflege. Ziel ist nicht, alle zu Archäolog*innen auszubilden, sondern ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie wertvoll historische Orte sind – und warum es sich lohnt, sie zu schützen.

Thomas Hauptmann, Gordon Thalmann und Torsten Foelsch nehmen den Vermittlungspreis des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz in Empfang. Foto: C. Krauskopf, BLDAM

Die Jury des Deutschen Preises für Denkmalschutz würdigte genau diese Verbindung aus Vermittlung, regionalem Engagement und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Das Archäologiecamp zeigt eindrucksvoll, wie kulturelles Erbe lebendig vermittelt werden kann – mitten im ländlichen Raum und mit jungen Menschen im Zentrum

Interviews und Gespräche mit: den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen, Studierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Gordon Thalmann, Sachbereichsleiter Denkmalschutz der Unteren Denkmalschutzbehörde im Landkreis Prignitz, Torsten Foelsch, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Regional- und Stadtmuseum Perleberg, Thomas Hauptmann, Archäologe, Franziska Hammer, Referatsleiterin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und Dr. Ulrike Wendland, Geschäftsstellenleiterin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz.

Musik:
Luise Adolpha Le Beau (1860-1927), Aus den „Fünf Stücken für Violoncello und Klavier“, op. 24
gespielt von Cordula Heiland, Piano, und Ehrengard von Gemmingen, Violoncello.

Weiterführende Links

YouTube-Short zum Projekt und zur Preisverleihung

Film: Förderkreis Prignitzer Museen e. V. – Deutscher Preis für Denkmalschutz 2025

Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz

Landkreis Prignitz

Stadtmuseum Perleberg

Förderkreis Prignitzer Museen e.V.

Stadt Perleberg

Stadt Putlitz

074 Ferien im Archäologischen Landesmuseum

Beim Ferienworkshop im Archäologischen Landesmuseum wurden die Finger schmutzig … Foto: A.-M. Graatz, BLDAM

Kneten, kleckern und klopfen durch die Jahrtausende: Es ist Ferienzeit im Archäologischen Landesmuseum. Wir haben in unserer Ferienfolge gemeinsam mit den Archäotechniker*innen vom Archäotechnischen Zentrum Welzow (atz) im Sommer einen Tag im Landesmuseum verbracht. Dort töpferten wir uns zusammen mit zahlreichen Ferienkindern durch verschiedene Zeitepochen und lernten dabei alte Handwerkstechnicken und die Geschichte der Töpferkunst kennen. Auch in den Herbstferien gibt es im Landesmuseum und im atz verschiedene Mitmachangebote für Kinder und Jugendliche.

Auch das Nudelholz kam zum Einsatz. Foto: A.-M. Graatz, BLDAM

Interviews und Gespräche mit: Ferienkindern aus Brandenburg an der Havel, Jennifer Wenzler und Nils Schäkel vom Archäotechnischen Zentrum in Welzow (atz) sowie mit Fatima Wollgast vom Archäologischen Landesmuseum.

Weiterführende Links

Das Archäotechnische Zentrum in Welzow
Veranstaltungen und Ferienprogramm im atz
Das Archäologische Landesmuseum
Veranstaltungen und Ferienprogramm im Archäologischen Landesmuseum

073 Archäologie-Kongress in der Mitte Europas

Empfang im Rathaus der Stadt Frankfurt (Oder). Foto: A.-M. Graatz, BLDAM

Von Unterwasserarchäologie, historischen Romanen und mittelalterlichen Kellern: Frankfurt (Oder) war vier tagelang Austragungsort eines deutschlandweiten Archäologie-Kongresses mit über 250 Teilnehmenden, darunter auch Wissenschaftler*innen aus Polen, Tschechien, Litauen, Dänemark und weiteren Ländern. Vor genau 20 Jahren hat der Mittel- und Ostdeutsche Verband für Altertumsforschung schon einmal im Rahmen des Deutschen Archäologie Kongresses in die Kleiststadt eingeladen. Zahlreiche spannende Vorträge vom Neolithikum über die Bronzezeit bis zum Mittelalter und Neuzeit luden zur Diskussion ein und sorgten für einen Wissensaustausch über die Landesgrenzen hinweg.

Eingang zum Gräfin-Dönhoff-Gebäude der Europa-Universität Viadrina. Foto: A.-M. Graatz, BLDAM

Tagungsort war neben der Europa-Universität Viadrina auch das Collegium Polonicum in Słubice. Der Abendempfang der Stadt Frankfurt (Oder) im Rathaus, der öffentliche Abendvortrag vom brandenburgischen Landesarchäologen Prof. Dr. Franz Schopper sowie Stadtführungen in Frankfurt und eine Exkursion nach Polen bereicherten das Programm zusätzlich.

Vortrag im großen Hörsaal des Collegium Polonicum in Słubice. Foto: A.-M. Graatz, BLDAM

Die Tagung wurde in Kooperation mit der STIFTUNG EUROPA-UNIVERSITÄT VIADRINA, der Professur für Denkmalpflege und dem Collegium Polonicum organisiert.

Exkursion zum eisenzeitlichen Burgwall in Wicina in Polen. Foto: A.-M. Graatz, BLDAM

Interviews und Gespräche mit: Christian Matthes, Stadtarchäologe in Frankfurter (Oder), Dr. Sophie Hüglin, Eberhard Karls Universität Tübingen, Claus Junghanns, Bürgermeister von Frankfurt (Oder), Roger Blum, ehrenamtlicher Unterwasserarchäologe, Lukas Goldmann, Fachreferent für Ehrenamt am BLDAM und Unterwasserarchäologe, Małgorzata Daszkiewicz, Archäologin, Prof. Dr. Paul Zalewski, Leiter des Masterstudiengangs „Schutz Europäischer Kulturgüter“ an der Europa-Universität Viadrina, Agnieszka Matuszewska, Archäologin, Dr. Jasper von Richthofen, Direktor der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur sowie Vorsitzender des MOVAs.

Vorleser: Bastian Düwell und Michael Schneider
Vorgelesen aus:
CELTIA – Die Kelten vor der Zeitenwende. Ein historischer Roman von Christine Hatz. Erschienen 2023 bei LIBRUM Publishers & Editors, Basel, Frankfurt a.M. ISBN: 978-3-906897-79-0.
Auch als französische Übersetzung erhältlich: CELTIA – Les Celtes à la croisée de l’histoire, ISBN: 978-3-906897-80-6.

Sprecherin der Übersetzungen: Christel Pietsch

Links

Mittel- und Ostdeutsche Verband für Altertumsforschung e.V.

Verein für Unterwasserarchäologie Berlin-Brandenburg e. V.

Zum Unterwasserforscher Dr. Martin Rauschert

Masterstudiengang Schutz Europäischer Kulturgüter

Tipps zu Frankfurt (Oder)

Burgwall Lossow

Foyer des Rathauses: Archäologische Fenster – Glasplatte mit Blick in den Keller

St. Marienkirche

Viadrina Museum

Kleistmuseum

Kleistforum

Stadtarchiv Frankfurt (Oder)

Links zu Exkursionszielen in Polen

Burg Łagów

Archäologisches Museum der mittleren Oderregion

Historische Romane zur Eisenzeit

Celtia – Die Kelten vor der Zeitenwende von Christine Hatz

Hallstatt-Trilogie von Jutta Leskovar

Die Nebel von Avalon